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Österreichische Olympische Akademie (ÖOA) 

Seit 1968 war es die erklärte Absicht, den olympischen Gedanken in Österreich durch Gründung einer nationalen Akademie im Rahmen des ÖOC nicht nur ideell, sondern auch organisatorisch zu vertiefen. Viele Hindernisse mussten überwunden werden, bis es 1982 zur Gründung der "Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des olympischen Gedankens in Österreich – Olympische Akademie" kam. Beim langen Weg von der Idee bis zur ihrer Realisierung konnte man sich damit trösten, dass auch die Gründung der Internationalen Olympischen Akademie von 1927, als ihre Idee zum ersten Mal vertreten war, bis 1961, mithin 34 Jahre dauerte.

Anregungen zur Gründung einer "Österreichischen Olympischen Gesellschaft" – so war ursprünglich der Name geplant – gingen von der studentischen Sportjugend an der Universität Salzburg aus, die unter der Leitung vom späteren Ehrenvorsitzenden Univ.-Prof. Dr. Josef RECLA/Graz Gelegenheit hatte, an den Sessionen der IOA in Olympia teilzunehmen.

Ausgangspunkt der Fahrten zu den Sessionen nach Olympia war vor allem in den 60er Jahren das Institut für Leibeserziehung der Uni Graz in Zusammenarbeit mit der Grazer sportwissenschaftlichen Gesellschaft, beides unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Josef RECLA. Bei den ersten Reisen nach Olympia, durften alle vier Institute für Sportwissenschaften in Österreich (Graz, Wien, Salzburg, Innsbruck) jeweils vier Studenten mit senden. Die österreichische Teilnahme war demnach von Beginn an, stark vertreten. Die Änderung auf vier Teilnehmer aus Österreich folgte viel später.

Der damalige Leiter des Instituts für Leibeserziehung an der Universität Salzburg Dr. Erwin NIEDERMANN verfasste am 22. Oktober 1968 eine Denkschrift zur Gründung der Österreichischen Olympischen Gesellschaft, "um die völkerverbindende, dem Frieden und dem fairen sportlichen Wettkampf dienende Idee der modernen Olympischen Spiele aufrecht zu erhalten und zu stärken".

Erst sieben Jahre später konnte das Vorhaben wieder aufgegriffen werden. 1975 teilte der damalige Generalsekretär des ÖOC, Dr. Peter PILSL dem Initiator Dr. Erwin NIEDERMANN die grundsätzliche Zustimmung des ÖOC zur Gründung der Gesellschaft mit.

Auf Initiative des MinR Dr. Hermann Andrecs aus dem Bundesministerium für Unterricht und Kunst fanden 1979 und 1980 bereits Seminare der Teilnehmer der Internationalen Olympischen Akademie (IOA) statt. Ernsthaft wurde die Gründung einer Österreichischen Olympischen Akademie im dritten Seminar 1981 erwogen.

Allerdings sollte es noch ein Jahr dauern, bis es 1982 endlich zur Gründung der "Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des olympischen Gedankens in Österreich/Österreichische Olympische Akademie" kam.

Geistige Ziele:

Die Österreichische Olympische Akademie versteht sich als Arbeitsgemeinschaft des Österreichischen Olympischen Comités. Aufgabe der ÖOA ist es, die geistigen Kräfte zu erfassen und zu verbreiten, die im Sport, vor allem im aktiven Sport, einen Wertträger in der Gesellschaft sehen.

Die ÖOA befasst sich in dieser Absicht besonders mit den "Olympischen Spielen" als einer typischen Erscheinungsform des Sports in Vergangenheit und Gegenwart.

Das Gedankengut des "Olympismus" soll besonders der Jugend zugänglich und verständlich gemacht werden. Zu diesem Zweck arbeitet die ÖOA mit dem zuständigen Unterrichtsministerium, dem ÖOC sowie mit der Internationalen Olympischen Akademie (IOA) eng zusammen.

Als vorrangiges Arbeitsgebiet sieht es die ÖOA an, den Kontakt unter den Teilnehmern der ÖOA und IOA zu pflegen.

Die ÖOA will gemäß Satzungen des ÖOC an der Ausdehnung und Vertiefung des olympischen Gedankens mitarbeiten und das Gedankengut des "Olympismus" zeitnah gestalten und der Öffentlichkeit, besonders der Jugend, zugänglich und verständlich machen.

Zu diesem Zweck wird auch eine Zusammenarbeit mit den Instituten für Sportwissenschaft, den Einrichtungen des österreichischen Sports sowie den Medien angestrebt.

Folgende Aktivitäten sind vorgesehen:

  • Durchführung von Tagungen, Lehrgängen oder Seminaren, von Studienreisen sowie Bildungsreisen (International Session for Young Participants).
  • Herausgabe von Veröffentlichungen, besonders für Lehrer und Schüler, sowie Bibliographien, Dokumentationen, Forschungsergebnissen u.ä.
  • Anregung und Beratung von einschlägigen Forschungen.

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